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Online-Spiele

Die technischen Anfänge der Computerspiele sind schon in den 50er Jahren zu finden. Seither steigt die Popularität der Video- und Computerspiele kontinuierlich. Die heutige Entwicklung geht dahin, dass zunehmend per Internet und auf mobilen Konsolen oder auf dem Handy gespielt wird.

Das Massenphänomen Computerspiel bezieht sich größtenteils auf digitale Spiele über PC oder Konsole. Im Schatten derer nimmt jedoch der Bereich der Online-Spiele an Fahrt auf. Online-Spiele werden über eine Netzwerkverbindung gespielt. Es kann demnach per Internet, aber auch mit dem Handy, Spielekonsolen und Rechner-Rechner-Verbindungen gespielt werden.

Einige Spiele benötigen die Installation einer Spielsoftware, andere wiederum können direkt über einen Browser gespielt werden. Diese „Browserspiele“ entziehen sich der gesetzlichen Alterskennzeichnung, was die Notwendigkeit einer medienpädagogischen Begleitung besonders notwendig erscheinen lässt.

Online-Spiele

Online spielen in Deutschland

Die große Mehrheit der Online-Spieler nutzt noch Browsergames. Mit den neuen Handygenerationen wird jedoch das mobile online spielen zunehmen.

Quelle: BITKOM 2009

Online-Spiele: Medien der Zukunft?

Nach der Studie "Online-Spielen in Deutschland 2009" des Branchenverbandes BITKOM haben insbesondere junge Menschen größtenteils schon einmal über das Internet gespielt, fast jeder Zweite unter den 14- bis 29-Jährigen. Fast drei Viertel nutzen laut BITKOM-Angaben Spiele, die über den Internetbrowser laufen. Spiele, die eine Installation erfordern, haben 19 Prozent der Befragten auf dem Computer, der noch zumeist eingeschaltet wird, um online zu spielen.

Gleichzeitig mit der Verbreitung von multifunktionalen Handys, wird jedoch das mobile Spielen auf dem Handy zunehmen. Noch ist es in diesem Bereich üblich, dass Spiele z.B. über das Internet heruntergeladen werden, um sie hiernach auf dem Handy über die entsprechenden Spieletechnologien zu nutzen. Zu erwarten ist, dass auch im mobilen Bereich verstärkt Browserspiele Anwendung finden – Ein weiterer Schritt zur individualisierten Mediennutzung, die insbesondere bei Kindern und Jugendlichen zu begleiten ist.

Genres bei Online-Spielen

Im Bereich der Online-Spiele ist wie auch im klassischen Computer- oder Videospielebereich eine große Genrevielfalt zu finden. Große Bekanntheit durch zahlreiche öffentliche Debatten haben die sogenannten „Massively Multiplayer Online Role-Playing Games“, wie World of Warcraft erlangt, die allgemein unter das Genre „Massively Multiplayer Games“ gefasst werden. Diese Online-Spiele unterscheiden sich von anderen Online-Spielen zum einen dadurch, dass sie zumeist von einer großen Anzahl von Mitspielern gespielt werden, die sich an einem einzelnen Spiel beteiligen (World of Warcraft, veröffentlicht von Blizzard Entertainment/Vivendi, hat nach eigener Pressemitteilung vom 21.11.08 ca. 11,5 Mio. Abonnenten weltweit). Zum anderen dadurch, dass die als virtuelle „Märchenwelten“ gestalteten Spiele weiterlaufen, unabhängig davon, ob ein bestimmter Spieler beteiligt ist.

Undurchschaubare Vielfalt?

Darüber hinaus gibt es Minigames bzw. Browserspiele, z.B. Online-Versionen von klassischen Arcade- oder Brettspielen, die zumeist kostenfrei sind. Auch Netzwerkspiele, die entweder online auf dem PC oder vermehrt über online-fähige Spielekonsolen gespielt werden, nehmen an Bedeutung zu. Meistens handelt es sich um Spiele, bei der sich die Bildschirmansicht aus der Perspektive des Spielers darstellt und man einzeln oder im Team agiert, wie z.B. Call of Duty.

Diese Vielfalt, die einer schellen Entwicklung unterliegt, bleibt für die meisten Eltern oder auch Lehrkräfte ein undurchschaubares Dickicht. Unter dem Gesichtspunkt, dass jedoch bestimmte Online-Spiele nicht für Kinder und Jugendliche geeignet sind oder gar zu einem suchtähnlichen Verhalten führen können, ist es von Bedeutung, sich einen Überblick zu verschaffen und Grenzen zu setzen. Nützliche Anhaltspunkte neben der gesetzlichen Alterskennzeichnung, z.B. bei PEGI-Online, bieten pädagogische Beurteilungen von Spielen.

Weiterführende Informationen

Eine Spieledatenbank mit Positivauswahl von geeigneten Spielen für Kinder von bis zu 12 Jahren findet sich bei Internet-ABC.
Der Spieleratgeber NRW bietet Rezension von Pädagogen über bei Kindern und Jugendlichen besonders beliebten Spielen.
Regelmäßige Beurteilungen zu aktuellen Spieletiteln gibt es bei spielbar der Bundeszentrale für politische Bildung.
"Spiel- & Lernsoftware – Pädagogisch beurteilt" ist eine jährlich erscheinende Broschüre der Stadt Köln, in der über 80 aktuelle Spiele für Kinder pädagogisch beurteilt werden. Bestellbar über das BMFSFJ.

Unterrichtsmaterialien

Hier finden Sie eine Vielzahl an Materialien und Unterrichtsideen der Netzwerkpartner rund um das Thema Spielspaß und Jugendschutz.