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Mobbing melden

Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) werden von Kindern und Jugendlichen im Allgemeinen in positiver und kreativer Weise genutzt. Jedoch ist der Missbrauch in der Anwendung der Technologien ebenfalls zugegen und als ein Problemfeld im Schulalltag anzusehen.

Deshalb ist es wichtig, dass Lehrkräfte über die verschiedenen Arten, in denen IKT missbraucht werden können, informiert sind, um bei Mobbingvorfällen angemessen reagieren, effiziente Nachforschungen anstellen und Mobbing melden zu können.

Mobbing melden

Was tun, wenn sich ein Mobbingvorfall ereignet hat? Hier gibt es Hinweise und Anlaufstellen.

Ein beispielhafter Überblick, geordnet nach Technologien, wie IKT in verschiedenen Weisen missbraucht werden können:

(Multifunktionale) Handys

Mobber können böswillige und/oder anonyme Anrufe tätigen sowie anstößige, bedrohliche, einschüchternde oder beschimpfende Text- oder Bildnachrichten (SMS, MMS) senden.
Handys können eingesetzt werden, um erniedrigende Fotos von bspw. Mitschülern oder Lehrkräften zu schießen und weiter zu versenden.
Mit dem Handy aufgenommene Videos gemobbter oder angegriffener Personen (z.B. in Form des „Happy Slapping“) können an andere Handys verschickt oder ins Internet gestellt werden.

Instant Messenger (IM)

Durch die direkte Nachrichtenübermittlung beim IM und nicht wie beim Web-Chat über die vermittelnde Plattform eines Chat-Betreibers, können anstößige Nachrichten oder Anhänge ungefiltert und unkontrolliert gesendet werden.
Mobber nutzen manchmal das IM-Konto eines anderen Nutzers, um gemeine oder boshafte Nachrichten an die Kontakte des Opfers zu schicken.

Chaträume und Foren

Mobbing kann durch anstößige oder bedrohliche anonyme Nachrichten stattfinden.
Personengruppen können Chaträume oder Foren nutzen um auf einer Person herumzuhacken oder sie vorsätzlich auszuschließen oder zu ignorieren.
Chaträume ermöglichen insbesondere durch die Funktion der Privatdialoge in sogenannten „Separées“ sexuelle Belästigungen und Übergriffe sowie den Austausch pornografischen Materials.
Durch die anonymisierte Weise können sich Personen als jemand anderes ausgeben, um ein „Freund“ zu werden und somit persönliche Informationen zu erhalten, die dann gegen das Oper verwendet werden können.

E-Mail

Per E-Mail können boshafte oder bedrohliche Nachrichten verschickt werden.
Unangemessene Bilder oder Videos oder Viren können als E-Mail-Anhang verschickt werden.
Mobber können in das E-Mail-Konto eines Opfers eindringen, um persönliche E-Mails weiterzuleiten oder E-Mails und Kontakte zu löschen.

Webcams

Unangemessener Inhalt kann über eine Webcam verschickt und empfangen werden.
Opfer können zu unangemessenem/pornografischen Verhalten überredet - oder gezwungen – werden, welches dann von der Webcam aufgezeichnet wird.

Online Communities (Soziale Netzwerke)

Mobber können Soziale Netzwerke nutzen, um boshafte Kommentare und erniedrigende Fotos oder Videos darauf zu veröffentlichen.
Personengruppen können einen anderen Nutzer ausstoßen, indem sie ihn vorsätzlich aus einem Netzwerk oder einer Kontaktliste ausschließen.
Mobber können außerdem geschmacklose falsche Profile ihrer Opfer erstellen um sie zu verletzen, sie zu belästigen oder sie in Schwierigkeiten zu bringen.

Videoportale

Missbrauch kann durch das Posten (Veröffentlichen) von peinlichen oder erniedrigenden Filmen über andere erfolgen.

Weiterführende Informationen

Schüler gegen Mobbing: Hilfe für Schüler, Eltern und Lehrer
Mobbing-Beratung für Schulen, Erzieher, Eltern, Opfer
Informationen über Funktionen und Möglichkeiten, aber auch Problemfelder der Handynutzung gibt es bei Jugend und Handy
Weitere Informationen zum Thema Jugendmedienschutz bietet die Selbstverpflichtungserklärung der Mobilfunkbetreiber.

Unterrichtsmaterialien

Hier finden Sie eine Vielzahl an Materialien und Unterrichtsideen der Netzwerkpartner rund um das Thema Kommunikation und Verantwortung.